Man sollte den Smartphone-Markt genauso wie den Weltraum entdecken: Gemeinsam

Erinnert ihr euch noch an den ersten Space Shuttle-Flug der NASA? Nachdem das Apollo-Programm frühzeitig beendet wurde, machte man sich daran, ein wiederverwendbares Raumfahrzeug zu bauen, welches auch Nutzlasten transportieren konnte. Und so startete - nach einigen Problemen - am 12. April 1981 um 12 Uhr UTC die Mission STS-1 mit der Raumfähre Columbia ins All. Sie umkreiste 37 mal die Erde, legte 1,7 Millionen Kilometer zurück und kehrte zwei Tage später auf die Erde zurück.

 

Einen Anlaufpunkt für die Space Shuttles der NASA gibt es da aber schon nicht mehr. Die Raumstation, die während des Apollo-Programms entstand und nach dessen Beendigung als "Geisterschiff" in der Umlaufbahn trieb, war inzwischen abgestürzt. Also unternahm man erst einmal Forschungsflüge mit dem europäischen "Spacelab". Kurze Zeit darauf schoss Russland die Raumstation "Mir" in die Umlaufbahn. Währenddessen kooperierte man mit den USA, da diese die komfortableren, größeren und bisher "besseren" Raumfahrzeuge besaß. An die "Mir" andocken konnte man nicht, da sich amerikanisches und russisches Andocksystem unterschieden. Bald stellte sich aber das russische System als das bessere heraus und die NASA konnte das für ihre Space Shuttles nutzen.

STS-1: Die "Columbia" kurz vorm Abheben

STS-1: Die "Columbia" kurz vorm Abheben (Bild: NASA)

So konnten nun auch russische Kosmonauten mit Space Shuttles zur Mir gebracht werden. Zusätzlich profitierten die Amerikaner von den Erfahrungen der Kosmonauten aus Russland - nämlich dahingehend, wie man sich länger im Weltraum aufhält und am besten körperlich fit bleibt.
Die USA und Russland entschieden sich schließlich dafür, gemeinsam eine Internationale Raumstation (International Space Station) aufzubauen. Dazu kamen noch 11 weitere Staaten. Jeder lieferte seinen Beitrag dazu. Russland ließ auch die "Mir" abstürzen, weil das Geld für den eigenen Beitrag gebraucht wurde. So kam beispielsweise auch das europäische (Labor-)Modul "Columbus" im Jahr 2008 dazu. Hans Schlegel, seinerseits ESA-Astronaut mit 2 Shuttle-Flügen, sagte mal in einem Interview:

Nach drei Tagen, nach vier Tagen sehen wir Astronauten nicht mehr auf Länder, sondern wir sehen nur noch dieses eine Mutterraumschiff Erde, auf dem 7 Milliarden Menschen mittlerweile leben - alles Astronauten, die da gut daran tun, ihr Raumschiff in Ordnung zu halten, ihr Raumschiff sorgfältig und effektiv zu nutzen.

Und genau so könnte es auch beim Smartphone-Markt sein. Oder auf dem Elektronik-Markt allgemein. Überall. Man könnte sein Wissen, seine Fähigkeiten und seine Erfahrung kombinieren, um gemeinsam etwas auf den Markt zu bringen, was alle so tollen Dinge an diesen Produkten kombiniert. Man könnte endlich die Differenzen verschiedener Hersteller niederlegen.
Wenn doch nur nicht jeder darauf beharren würde, DER Hersteller, ja, der Marktführer sein zu wollen. Klar, die Produkte werden durch so einen Wettlauf immer besser - die meisten zumindest, und das auch noch auf Kosten der Nutzer / Kunden - nur, was hat man davon?

Und verklagen muss man sich auch nicht andauernd... 😉


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Sebastian Fuhrmann – ( weitere Posts auf Sebastians Blog)
Sebastian. "Weltmetropole" Hemsbach. Informatik-Student. Blogger seit 2011. Twitter | Google+ | Facebook

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